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Die Menhire aus dem Harzvorland.
Als Menhire werden monolithische, nichtfigürliche Steinmale bezeichnet. Diese sind nahezu weltweit verbreitet und sind an keinen engen Zeithorizont gebunden. Menhire sind, als Zeugnisse des menschlichen Gestaltungswillen, in unterschiedlicher Dichteintensität in den unterschiedlichsten Landschaften mehrerer Kontinente zu finden (Afrika, Asien, Europa). Bekannt sind vor allem die Menhire der Bretagne in Frankreich, die jedoch Thema eines anderen Artikels sind, doch sind auch in den Landschaften Mitteldeutschlands diese Monolithen errichtet worden.
Menhire sind in unterschiedlichsten Varianten nachgewiesen. Sie variieren sowohl in Form, Größe und Gestaltung. Neben Bearbeitungsspuren vom Vorgang des Glättens sind auch Verzierungen nachgewiesen. Diese können sowohl in den Stein eingearbeitet oder reliefiert herausgearbeitet worden sein. Letztes zeugt von einen wesentlich höheren Arbeitsaufwand.
Hier ein erste Auswahl der mitteldeutschen Exemplare.
Der Hünenstein von Benzingerode:

Der Benzingeröder Hünenstein steht nordöstlich vom Langenfelde auf einem der Äcker parallel zur B6N. Hierbei handelt es sich um einen Menhir aus Senon-Quarzit mit einer Gesamthöhe von 450 cm. 75 cm ist er in den anstehenden Boden eingesenkt worden. Wie deutlich zu erkennen weist die Oberfläche starke Unebenheiten auf, daher kann eine Oberflächenbehandlung in Form von Glätten etc. ausgeschlossen werden.
An der Basis des Steines wurden während der Ausgrabungen in den 1930 er Jahren zwei Bestattungen dokumentiert. Zum einen handelt es sich um ein frühbronzezeitliches Steinpackungsgrab und eine Brandbestattung des 3. – 4. Jahrhunderts n. Chr.
Koordinaten: 51,843021/10,879093
Der Brotstein von Wasserleben:
Der sogenannte Brotstein von Wasserleben ist nahe der K1332 von Wasserleben nach Veckenstedt gelegen. Dieser Menhir zählt aufgrund seiner Größe (110 cm) zu den weniger auffälligen Exemplaren. Im Gegensatz zu dem Benzingeröder Hünenstein ist die Oberfläche dieses Menhires wesentlich gleichmäßiger. Spuren einer Bearbeitung dieser konnten jedoch nicht dokumentiert werden. Im oberen Drittel ist eine Bruchstelle zuerkennen. Hier wurde versucht den Stein mittels Zement zu kitten.
Koordinaten: 51,916167/10,753133
Weitere Informationen folgen…
Die Informationen wurden den Ortsakten des Fundstellenarchivs Halle (LDA) entnommen. Koordinaten: WGS 84
Alexandra Südekum, Wasserleben 2011.

