20. Juni 2013

Marco Chiriaco M.A.          Schutz vor fremdem Zugriff oder Gaben an die Götter? Frühbronzezeitliche Deponierungen rund um den Harz

Seit Jahrtausenden legt der Mensch mit Absicht Gegenstände im Boden, Gewässern oder Mooren nieder. Gehören diese Objekte nicht zu Grabinventaren oder Siedlungsresten, sprechen Archäologen von Deponierungen oder Horten.

Mit dem Beginn der Frühbronzezeit in Mitteleuropa im ausgehenden 3. vorchristlichen Jahrtausend ist eine inflationäre Zunahme der Deponierungen zu beobachten. Dieser Effekt ist unter dem Begriff des „Hortphänomens“ in die Fachsprache eingegangen.

In der Circumharzer Gruppe der Aunjetitzer Kultur finden sich zahlreiche Depots, welche im Rahmen dieses Vortrags unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden sollen. So soll z.B. auf die möglichen Deponierungsgründe eingegangen werden sowie die Gesamtsituation im Circumharzer Land betrachtet werden.

Janin Dannenberg M.A.          Rechtsarchäologische Denkmäler in Sachsen-Anhalt (Bauernsteinen, Gogerichte, Gerichtslinden, Galgenhügeln, Sühnekreuze).

„Die Rechtsarchäologie ist eine Hilfswissenschaft der Rechtsgeschichte, welche sich mit dem Aufsuchen und mit der Erforschung solcher materiellen Denkmäler und Relikte beschäftigt, die einen rechtlichen, instrumentalen Charakter gegenüber der Funktion der Rechtssetzung und der Realisierung von Rechtsnormen zu eigen hatte.“ (Maisel, Witold: Rechtsarchäologie Europas, Wien, Köln, Weimar 1992).

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