Börde-Museum Burg Ummendorf

Börde-Museum Ummendorf

Börde-Museum Ummendorf (Alexandra Runschke)

Das Börde-Museum befindet sich in der Burg Ummendorf, einer Burg gelegen in der Magdeburger Börde. Aus einem mittelaltlichen Adelssitz hervorgegeangen, wurde die Anlage bis 1912 als preußische Domäne bewirtschaftet. Nach deren Auflösung erwarb die Gemeinde Ummendorf das gesamte Burgareal. Seit 1924 befindet sich im Südteil der Anlage eine Schule, heute Grundschule und im Nordteil das Museum.

Neben der Dauerausstellung und der Landtechnikausstellung – in Sachsen-Anhalt der einzig komplett erhaltene Dampfpflugsatz – kann man wohl den begehbaren Burgturm, dessen älteste Bauphase in die 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert, als eine Besonderheit bezeichnen. Die Besichtigung des Burgtums bildet das Herzstück des Rundganges durch das Museum. Hier kann man den Turm bis ins oberste Stockwerk (ca. 25 m Höhe) erkunden. Umbauarbeiten am gesamten Gebäude im Laufe des 16. Jahrhunderts verliehen der Burg ein schlossartiges Aussehen im Stil der Renaissance.

Blick auf ein Teil des Kräutergartens

Blick auf ein Teil des Kräutergartens (Alexandra Runschke)

 

Ein weiteres Highlight ist der Kräutergarten, der einzige seiner Art mit historischen und rezenten Nutzpflanzen in der Börde. Der Kräutergarten wurde als weitläufige parkähnliche Anlage im Außengelände entlang der Burg angelegt. Gestaltet wurde der Garten bereits 1980 durch den ehemaligen Leiter Heinz Nowak.  Mittlerweile befinden sich über 400 Pflanzenarten und -sorten exemplarisch in mehr als 20 Beeten. Die Markierung durch unterschiedliche Farben zeigt ob die Pflanzen hauptsächlich als Nahrungsmittel (grün), als Rohstoff (braun) oder als Arznei- und Giftpflanzen (rot) genutzt worden sind. Bei Fragen und Unklarheiten kann hier der Info-Pavillon weiterhelfen, der sich in Mitten des Kräutergarten befindet. In den letzten Jahren wurde der Garten um zwei weitere Teilbereiche erweitert. 2004 wurde am Südflügel des Burggebäudes ein Barockgärtchen angelegt. Hier finden Pflanzen Platz die vom amerikanischen Kontinent stammen und vornehmlich während des 16. bis 18. Jahrhundert in die Gärten Europas Einzug hielten. In diesem Jahr wurde – umzäunt von einem Flechtzaun – ein mittelalterlicher Garten mit heimischen Nutzpflanzen (vor der Entdeckungs Amerikas) angelegt, der jedoch noch weiter ausgebaut werden soll.

Das ganze Jahr hinweg lädt das Börde-Museum immer wieder zu Veranstaltungen unter verschiedenen Themen. So z. B. Kräuter im Topf  mit vielen wissenswerten Informationen zu Kräutern der Saison oder das Burgsommerkonzert ebenso einem Weihnachtsmarkt zum 1. Advent im Innenhof der Burg und auf den Straßen davor.

Haupteingang Burg Ummendorf

Haupteingang Burg Ummendorf (Alexandra Runschke)

Hier die Adresse:

Meyendorfferstraße 4, 39365 Ummendorf

Tel. 03409/522

Unser Fazit: Also ein Besuch im Börde-Museum Ummendorf lohnt sich aus vielerei Gründen. Familien mit Kindern oder gar Schulklassen sind hier besonders gut aufgehoben. Nicht nur Hinterlassenschaften aus vergangener Zeiten aus der Region, sondern auch der Kräutergarten und der Burgturm lassen kleine und große „Entdeckerherzen“ schneller schlagen.

Alexandra Runschke M.A., Wasserleben, 2013.