Neolithikum

11.500 bis 9500 v. Chr. – Proto-Neolithikum (auch Natufien)

Die Jäger- und Sammler- und Fischerkultur, die in der Levante und am mittleren Euphrat auftrat, war saisonal sesshaft, kannte jedoch weder Viehzucht noch Getreideanbau. Die Wohnplätze bestanden aus Rundhütten. Feuersteinwerkzeuge wurden in die gewünschte Form geschlagen.

9500 bis 8500 v. Chr. – Präkeramisches Neolithikum A, (Pre-Pottery Neolithic A – PPNA)

In dieser Zeit enstanden erste Siedlungen aus Rundhäusern. Einige der Siedlungen liegen in der untersten Schicht späterer Tells. Die Kunst dieser Zeit beschränkte sich hauptsächlich auf Idole, kleine Steinskulpturen, die hauptsächlich Frauen, seltener Männer oder Tiere darstellten. Zwar war der Getreideanbau mittlerweile bekannt, doch lassen sich noch keine Hinweise auf Tierhaltung finden.

8200 bis 6800 v. Chr. – Präkeramisches Neolithikum B, (Pre-Pottery Neolithic B – PPNB)

Die Häuser besaßen jetzt einen rechteckigen bzw. quadratischen Grundriss. Nun ist auch die Domestikation von Tieren nachgewiesen. Diese Innovationen breiteten sich nach Westen aus. Meist weibliche Idole aus Stein oder Ton, Gesichter nur angedeutet, aber mit deutlich ausgeprägten Geschlechtsteilen traten nun auf. Gehauene Werkzeuge sind durch geschliffene Steinwerkzeuge sind ersetzt worden.

6500 bis 5500 v. Chr. – Keramisches Neolithikum im Vorderen Orient (Pottery Neolithic – PN), ab ca. 6200 v. Chr. auch im östlichen Mittelmeergebiet

Außerhalb der Siedlungen sind Gräberfelder zu fassen. Neben dem Getreideanbau waren auch Nutztiere bekannt. Die Jagd sicherte längst nicht mehr allein die Ernährung der Bevölkerung. Auch  die Keramikherstellung verbreitete sich weiter. Unterteilt wird das Keramische Neolithikum in folgende drei Phasen: monochrome Phase, bemalte Phase und klassische Phase.

5500 bis 4500 v. Chr. – Neolithikum in Mitteleuropa

Im südlichen Mitteleuropa wird zwischen Frühneolithikum, Mittelneolithikum unterschieden. Kulturen der ersten Phase bäuerlicher Lebensweise ohne Metallverarbeitung waren  im wesentlichen Bandkeramik, Rössener Kultur und weitere Lokalgruppen.

5500 bis 3300 v. Chr. – Kupferzeit im Vorderen Orient

In dieser Zeit ist der Beginn der Metallverarbeitung im Schmelzverfahren zu fassen. Gesellschaftliche Oberschichten, Fernhandel und stärker befestigte Siedlungen entstehen.

4500/4000–2200 v. Chr. – Kupferzeit in Mitteleuropa

Unterschieden wird in Mitteleuropa zwischen Jung-, Spät- und Endneolithikum.
Auch in Mittelauropa ist eine frühe Kupferverarbeitung fassbar. Erst im Laufe mehrerer Jahrhunderte entstand ein eigener Erzabbau und Verhüttung. Deutlich werden Einflüsse durch die Michelsberger Kultur und nordische Trichterbecherkultur.

Artikel:

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