Dolche aus Kupfer und Silex in Europa des 4. und 3. Jahrtausends vor Christus

1. Einleitung

Während des 4. und 3. Jahrtausends vor Christus treten zum ersten Mal Dolche aus einem neuen Material auf- dem Kupfer. Diese durchlaufen eine Entwicklung von rudimentären Klingen hin zu vollwertigen Griffzungendolchen wie sie aus der Glockenbecherkultur bekannt sind. Ebenso scheinen Silexdolche klarer fassbar zu werden. Sind sie zu Anfang ihres Auftretens kaum von anderen Silexspitzen zu unterscheiden, kommen in spätkupferzeitlichen Gräbern klarer erkennbar Silexdolche vor. Jedoch sind auch diese oftmals nicht klar zu erkennen. Im Folgenden sollen wichtige Typen und Stadien der Dolchentwicklung, sowohl kupferner Exemplare als auch Vertreter aus Feuerstein, behandelt werden. Zudem soll ihre
Bedeutung und die Stellung ihrer Träger aufgezeigt werden. Zunächst jedoch muss der Begriff des Dolches geklärt werden.

1.1. Definition des Begriffes „Dolch“

Versucht man den Begriff des Dolches zu definieren so trifft man sowohl in der Archäologischen Forschung als auch in Lexika auf eine Vielzahl unterschiedlicher Auslegungen und Definitionen. Zur Definition werden oftmals formal beschreibende Kriterien herangezogen. Die Vielzahl der Definitionen ist somit durch das große Formenspektrum des Dolches sowie seiner Interpretation durch den Bearbeiter zu erklären. Verbindend dabei ist die Tatsache, dass der Dolch meist als zweischneidige Stichwaffe geführt wird. Weitere Unterschiede werden durch die Frage der Anwendung oder der Maße
aufgeworfen. Für den zu bearbeitenden Zeitraum stellen die Kupferklingen eine relativ klar einzuordnende Gruppe dar. Diffuser ist jedoch die Ansprache von möglichen Dolchen aus Knochen oder Silex. J. Winiger hat sich ausführlich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Dabei stellt er heraus, dass der „kupferzeitliche“ Dolch wahrscheinlich nicht ausschließlich bzw. vorwiegend als Waffe zu betrachten ist, was der modernen Sichtweise des Dolches entspräche. Vielmehr sieht er den Dolch als Objekt mit vielen Konzepten der Verwendung (Winiger, 1999).
Formal kann der Dolch als ein Objekt mit einer hand- bis ellenlanger, harten, spitzen und zweischneidigen Klinge in einem fest verbundenen Heft bezeichnet werden.

1.2. Frühste Dolche

Die ältesten als Dolche anzusprechenden Objekte können in das 9. bis 8. vorchristliche Jahrtausend datiert werden. Bei ihnen handelt es sich um kantenretuschierte Silexklingen die z.T. schon Griffzungen aufweisen.Diese stammen aus präkeramischen Fundplätzen in Kleinasien. Als Beispiele können die Fundplätze von Göbekli Tepe und Gürcü Tepe genannt werden
(Abb. 1). Zumeist stammen sie aus dem Siedlungszusammenhang.
Weitere frühe Dolche sind aus den Gräbern der Siedlung Çatal Höyük in Anatolien bekannt. Diese sind jedoch chronologisch etwas jünger zu datieren. Diese Exemplare sind oftmals aufwendig gearbeitet und mit verzierten Griffen versehen (Abb. 2). Oft sind sie mit weiteren reichen Beigaben vergesellschaftet (Zimmermann, 2007).

Die ältesten klar als Dolch zu sehenden Objekte Europas stammen aus dem Karpatenbecken und dem Balkan. Diese Objekte sind in das beginnende 4. Jahrtausend v.Chr. zu datieren.

2. Kupferdolche

Insgesamt scheinen die frühsten Dolche als Stichwaffe eher ungeeignet gewesen zu sein. Zum einen bestanden sie aus reinem und dadurch sehr weichem Kupfer, wodurch sie schnell beim Zustoßen deformiert worden wären. Zum anderen besitzen viele der frühen Fundobjekte nur eine abgerundete Spitze. Ein weiteres augenscheinliches Merkmal von Kupferdolchen sind oft konkav einziehende Klingen. Dies spricht für ein
häufiges Nachschleifen der Schneiden bzw. eine starke Abnutzung dieser. Aufgrund dieser Annahme ist die Bezeichnung der frühesten Exemplare als Dolch strittig. Oft werden sie noch als Messer bzw. Dolchmesser geführt.
Jedoch sind auch eindeutige Nachweise für die Benutzung als Stoßwaffe zu finden. So weisen einige Exemplare deutliche Stauchungen auf (Abb. 3). In einer frühkupferzeitlichen Bestattungshöhle bei Trèves in Frankreich ist ein drastisches Beispiel für die Nutzung als Stichwaffe zu finden. In einem dort
gefunden Bruchstück eines menschlichen Wirbels steckte die Spitze eines Kupferdolches. (Abb. 4).

2.1. Südosteuropa

Wie bereits geschrieben treten die ältesten Kupferdolche Europas in Südosteuropa auf. In diesen Gebieten vollziehen sich auch wesentliche Entwicklungsschritte von rudimentären Dolchformen hin zu ersten echten Dolchen. Vor allem Vajsov kann hier als Bearbeiter genannt werden. In diesem Rahmen unterscheidet er zwei Gebiete mit unterschiedlichen Ausprägungen. Sein westliches Gebiet wird durch das Karpatenbecken geformt. Das Gebiet der unteren Donau und der nordpontische Raum stellen den Ostteil dar (Vajsov, 1993). Die ältesten von ihm aufgeführten Dolche sind vom Typ „Bodrogkeresztúr“ (Abb. 5). Diese „Dolche“ sind durch dünne, blattförmige Klingen gekennzeichnet, die sich zu einer dreieckigen Griffzunge verjüngen. Ihre maximale Länge liegt bei 20 cm. Als Rohstoff diente reines weiches Kupfer. Das Heft selbst war nur aufgesteckt und mittels Birkenpech und/ oder einer Bastumwicklung an der Klinge befestigt. Aufgrund des weichen Material und der relativ losen Schäftung ist ein Einsatz als Dolch im herkömmlichen Sinne eher unwahrscheinlich. Dennoch kann man ihn durchaus schon zu den Dolchen zählen. Einige Exemplare dieses Typus sind in Gräbern der Bodrogkeresztúr vertreten. Hierbei handelt es sich soweit nachweisbar um rechtsseitige, männliche Hockerbestattungen (Zimmermann, 2007). Ein weiterer Schritt hin zum echten Dolch stellt das Aufkommen von Nietlöchern dar. Durch diese wird der Griff deutlich effektiver an der Klinge befestigt und ermöglicht eine bessere
und stabilere Handhabung. Diese Neuerung tritt mit den Typen Cucuteni und Dolné Semerovce auf. Der Typ „Cucuteni“ (Abb. 6) kann als längliche,
dreieckige Klinge mit trapezoider oder dreieckiger Griffplatte beschrieben
werden. Die Griffplatte ist mit drei bis vier Nietlöchern versehen. Grob kann
der Typ in zwei Untergruppen unterteilt werden. Die erste ist durch eine schmale, kurze Klinge gekennzeichnet, wohingegen die zweite schmale,
lange Klinge aufweist (Vajsov, 1993). Die Dolche vom Typ „Dolné Semerovce“ (Abb. 7)hingegen sind deutlich massiver. Sie sind durch lange, dreieckige Klingen mit schwacher Mittelrippe geprägt. Die Griffzunge fällt länglich aus. Sie ist mit fünf Nietlöchern versehen. Der Dolch ist in der Regel zwischen 18 und 26 cm lang und 6 bis 10 cm breit (Vajsov, 1993).
Als weitere Neuerung tritt zusammen mit dem Typ Dolné Semerovce die Mittelrippe als Verstärkung der Dolchklinge auf. Diese ermöglicht es, trotz weichen arsenfreien Kupfers stabile größere Klingen zu fertigen. Zusammen mit den Nietlöchern ist eine Genese im mährisch-slowakischen
Gebiet im Umkreis der „Malé Leváre“ – Gruppe anzunehmen. Zusammen verbreiten sich beide Neuerungen schnell nach Osten (Zimmermann, 1993).
Der Typ „Malé Leváre“ (Abb. 8) ähnelt in seinem Erscheinungsgebiet
den Dolchen vom Typ Dolné Semerovce. Seine blattförmige Klinge geht in eine abgerundete Schulterpartie über. Die Griffzunge ist auch hier mit Nietlöchern versehen (Vajsov, 1993). Aufgrund der stabilisierenden Mittelrippe und der festen Verbindung zwischen Griff und Klinge mit Hilfe von Nietlöchern kann der Typ Malé Leváre wahrscheinlich als erster echter Dolchtyp angesehen werden. Vertreter dieses Typus sind bisher nicht im Grabzusammenhang gefunden worden, jedoch liegen sie in Hortfunden vor. Zeitlich kann man ihn in den fortgeschrittenen Abschnitt der Bodrogkeresztúr-Kultur bis zur Boléraz-Phase einordnen. Teilweise sind Vertreter des Typus auch in Italien zu finden. Diese bilden jedoch eine Ausnahme (Zimmermann, 2007). Die Neuerungen sind auch am Typ „ Usatovo“ (Abb. 9) zu finden. Allerdings würde dieser Typ aufgrund seines arsenreichen Kupfers auch relativ gut ohne Mittelrippe auskommen. Die massiven Dolche besitzen eine lange, sich zur Spitze stark verjüngende Klinge. Eine breite Schulterpartie geht bogenförmig in die kurze, trapezförmige Griffplatte über. Diese weist zwei bis vier Nietlöcher auf. Der Dolch erreicht eine Länge zwischen 14,5 und 21 cm. Die Breite liegt zwischen 4,4 und 6,5 cm (Vajsov, 1993). Als interessante Anomalie müssen noch die Dolche vom Typ „Šebastovce“ (Abb. 10) genannt werden. Die Klingen haben eine einfache rhombische Form und weisen nur eine schwache Tendenz zur Mittelrippe auf. Ihre maximale Länge beträgt 8 cm, wobei Vajsov vermutet, dass es sich hierbei nur um die Kupferspitzen größerer Exemplare handeln könnte. In ihrer Form wirken die Dolche sehr
archaisch. So sieht Vajsov hierin eine Ähnlichkeit zu den frühesten Dolchen des südosteuropäischen Raumes. Die einfache Form und geringe Größe ist laut ihm auf einen Kupfermangel in der Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr.
zurückzuführen, welcher ab der Badener Kultur auftritt (Vajsov, 1993)
Diese Annahme scheint seltsam anzumuten, stellt dies doch einen großen Rückschritt dar. Zieht man zur Datierung die Nekropolen Barca und Šebastovce heran, so festigt sich jedoch das Bild. Beide Nekropolen gehören der Lažňany-Kultur an, welche kurz vor Beginn des Boléraz-Horizontes der Badener Kulturgruppe datiert werden kann (Zimmermann, 2007).
Trotzdem sehe ich diese Annahme als sehr kritisch, da der Dolchtyp eher selten in Gräbern vorkommt und zudem oftmals schlecht dokumentiert ist.
Im Gegensatz zu den nahezu Arsenkupfer freien Kartpatenbecken besteht der zu dieser Zeit in Österreich auftretenden Typ „Mondsee“ (Abb. 11) aus Arsenkupfer. Dieser Dolchtyp ist vor allem aus Pfahlbausiedlungen bekannt.
Die kleine Klinge ist blattförmig und endet in einer trapezförmigen Griffplatte mit Nietlöchern. Insgesamt weist dieser Typus ein sehr großes Verbreitungsgebiet aus. So finden sich Typenvertreter in Österreich, Serbien und Bulgarien (Vajsov, 1993). Insgesamt fasst Vajsov die Dolchentwicklung der frühen Dolche Südosteuropas wie in Abbildung 12 zu sehen zusammen. Die Anfänge bilden einfache Lanzettförmige Klingen. Aus diesen entwickeln sich durch Nietlochung und Mittelrippe komplexere Dolchformen.
Neben einer Unterteilung nach Typen und deren Verbreitung unterteilt Vajsov die Dolche noch nach der Materialzusammensetzung (Abb. 13). So sind im Karpatenbecken hauptsächlich Dolche aus arsenfreiem Kupfer zu finden. Dies lässt sich noch mal unterteilen. So kann man hier zwischen reinem Kupfer und Kupfer mit Spuren von anderen Metallen unterscheiden. Letztere Gruppe tritt vor allem bei den jüngeren Dolchtypen auf. Der circumpontische Raum hingegen weist vor allem Arsenkupfer auf.
Der frühen Dolchentwicklung folgt eine Phase mit relativer Kupferarmut. Im 3. Jahrtausend v.Chr. herrscht vor allem ein Einfluss aus den nordpontischen-kaukasischen Steppen und der Yamnaya- Kultur vor. Dolche treten nun vermehrt in Gräbern auf und stellen ein typisch männliches

Ausstattungselement dar. Dabei handelt es sich vorwiegend um simple Griffzungendolche. Diese besitzen ein großes Verbreitungsgebiet, das sich vom Schwarzen Meer bis vereinzelt nach Mitteldeutschland erstreckt. Als Beispiel hierfür sei das Grab von Bleckendorf (Abb. 14) genannt. Als konkretes Beispiel für diese Dolchtypen soll der Typ „Manych“ (Abb. 15) dienen. Dabei handelt es sich um Dolche mit schlankem bzw. breit-triangulärem Klingenkörper. Der Griffteil ist zweigliedrig und endet in einem schmalen Griffdorn. Datieren lässt sich dieser Typ in die Mitte des 3. vorchristlichen Jahrtausends. Ein möglicher Vertreter dieses eigentlich in den Steppen verbreiteten Typs wurde in einem Grab in Wien gefunden. Allerdings ist eine genaue kulturelle und chronologische Zuordnung des Grabes nicht möglich, da sowohl die Dokumentation als auch die Fundsituation eher dürftig ausfällt (Zimmermann, 2007).

2.2. Kleinasien und Griechenland
2.2.1 Ostägäische-kleinasiatische Kupferdolche

Anscheinend stammt der Impuls für die Entwicklung von kupfernen Dolchen nicht aus diesem Gebiet. So lässt sich die Mehrzahl der Funde in die Mitte des 3. Jahrtausends v.Chr. datieren. Für diesen Zeitraum charakteristisch sind einfache Griffzungendolche, teilweise mit zusätzlicher Nietung. Etwas früher lassen sich die Dolche aus den Gräbern von Ilipinar datieren. Nach den C14- Datierungen stammen sie aus etwa der Mitte des 4. Jahrtausends. Bei den Dolchen handelt es sich um einfache, lanzettförmige Dolche, teilweise mit Nietung (Abb. 16,1). Sie ähneln in ihrer Form frühen Lanzettdolchen
des Karpatenbeckens, weisen allerdings bis zu drei Nietlöcher auf. Aus einer
Doppelbestattung ist zudem ein großformatiger Nietdolch erhalten (Abb. 16,2). Viele dieser Dolche sind mit weiteren reichen Beigaben in den Gräbern vergesellschaftet. Besonders an Ilipinar ist jedoch die Tatsache, dass die Gräber reich an Kupferbeigaben sind, während in Südosteuropa eine Zeit der Kupferarmut herrscht. Zudem besitzt das verwendete Kupfer einen
sehr hohen Arsenanteil, der so in seiner Menge nirgendwo anders vorkommt.
Insgesamt entsteht auch hier ein Bild relativer Kupferarmut, allerdings weisen die reich ausgestatteten Gräber auf eine mögliche andere Situation hin (Zimmermann, 2007).

2.2.2. Festlandgriechische Dolche

Ebenso wie Anatolien scheint das griechische Festland auch kein ausschlaggebendes Gebiet für die Entwicklung der Dolche zu sein. Die ersten bekannten Dolche sind von einfacher triangulärer Form mit 2 Nietlöchern (Abb. 17). Problematisch ist jedoch die Datierung. Aufgrund schlechter Fundsituationen können die Dolche zwischen das 6. bis 4. Jahrtausend v.Chr. datiert werden, wobei diese Einordnung relativ ungenau ist. Diese grobe zeitliche Einordnung erschwert auch den Vergleich der festlandgriechischen Dolche mit den Dolchen Südeuropas und Anatoliens. Von der Formgebung ausgehend kann allerdings keine Beziehung zueinander angenommen werden, was für eine eigenständige Entwicklung sprechen könnte. Eine tatsächliche Etablierung des Dolches im Fundbild des griechischen Festlandes erfolgt anscheinend erst Mitte des 3. Jahrtausends v.Chr. (Zimmermann, 2007).

2.3. Oberitalien

In Norditalien treten vor allem die Dolche vom Typ „Remedello“ (Abb. 18,1) auf. Diese Dolche sind aufgrund ihres markanten Erscheinungsbildes geprägt. Sie besitzen ein klar abgesetztes, spitz zulaufendes, dreieckiges Klingenblatt mit Mittelrippe. Die Griffzunge ist rechteckig mit einem Nietloch. Auffallend ist, dass die Form der Klingen eins zu eins auf Steinstelen und Felsreliefen im alpinen Raum zu finden ist (Abb. 18,2). Dadurch können auch Aussagen über den Griff getroffen werden. Dieser war den Reliefs zufolge relativ kurz und endete in einem halbrunden ausladenden Knauf (Spindler, 1993). Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um eine deutliche Übertreibung.
Vielmehr kann man davon ausgehen, dass der Griff deutlich länger war und der Knauf dafür kleiner. Anzunehmen ist jedoch, dass letzterer von besonderem Wert oder Bedeutung war, was die übertriebene Darstellung rechtfertigen würde. Der Remedellodolch ist eine typische Beigabe in den Gräbern der Remedellokultur. Dabei kommt er oftmals vergesellschaftet mit anderen wertvollen Objekten wie z.B. Kupferäxten oder Silexdolchen vor. Von der Laufzeit entspricht dieser Dolchtyp der Remedellokultur, welche von 3400 bis 2900/2800 v.Chr. datiert werden kann (Zimmermann, 2007). Zwar entspricht seine Verbreitung im Wesentlichen der Ausbreitung dieser Kultur in Oberitalien, jedoch kommen auch vereinzelte Exemplare in Südfrankreich und der Westschweiz vor (Winiger, 1999).

2.4. Dolche der Glockenbecherkultur

Mit dem Aufkommen des Glockenbecherphänomens gewinnen die Dolche an Bedeutung im Grabritus. Sie treten nun vermehrt in Gräbern auf und stellen dabei ein wichtiges Element der statusbildenden Objekte in Männerbestattungen dar. Generell gesagt, lassen sich diese Dolche als Griffzungendolche beschreiben. Ihre Genese fand vermutlich im nordpontisch- kaukasischen Raum statt. Grob können diese Griffzungendolche in vier Untergruppen unterteilt werden. Typ 1 (Abb. 19,1) bilden lange Dolche mit kurzer, breiter Griffzunge und Mittelrippe. Oftmals treten bei ihnen Randleisten auf. Typ 2 (Abb. 19,2) umfasst kleine, trianguläre Dolche mit schmalen langen Griffzungen.
Zu Typ 3 (Abb. 19,3) zählen kurze Dolche mit kurzer Griffzunge. Auffallend ist die geringe Größe, die eine wirkliche Verwendung in Frage stellt. Möglich wäre hier eine reine Funktion als Prestigeobjekt.
Typ 4 (Abb. 19,4) beinhaltet kurze Dolche mit schmalen, sehr kurzen Griffzungen. Diese Dolche sind beinahe schon als lanzettförmig zu bezeichnen (Heyd, 2000). Auffallend ist, dass viele Dolche, wie bei Typ 3 schon erwähnt, eine sehr geringe Größe aufweisen. Dies geht soweit, dass sie teilweise als nicht mehr brauchbar angesehen werden können, da sie für ein Stoß- bzw. Schneideinstrument zu klein sind. Mögliche Begründungen hierfür wären entweder ein rein statusbildender Charakter oder eine längere Nutzungszeit mit daraus resultierendem häufigem Nachschleifen.

3. Silexdolche

Bei der Bearbeitung von Dolchen aus Feuerstein ergeben sich einige Probleme. So ergibt sich durch das häufige Nachschleifen der Klingen ein enormes Formenspektrum. Zudem sind die grundlegenden Formen der Dolche oft nicht mehr erhalten, da die Klingen stark an Größe eingebüßt haben. Bei frühen Silexdolchen ist anzunehmen, dass sie vorwiegend zum Schneiden benutzt wurden. Oftmals wurden sie schlecht geschäftet und nur von geringer Größe. Zudem ist es allgemein fraglich, inwieweit Silexdolche überhaupt eine Verwendung als Dolch im Sinne einer Stoßwaffe fanden. Generell weist Feuerstein eine hohe Sprödigkeit auf. Dies macht ihn
zwar zu einem gut geeigneten Rohstoff für Schneidewerkzeuge, jedoch ist er dadurch auch sehr bruchanfällig. Daraus resultiert, dass ein Dolch aus diesem Material sehr leicht bei dem ersten Zustoßen beschädigt oder völlig zerstört wird.

3.1. Südosteuropa

Insgesamt sind die möglichen Silexdolche in Südosteuropa relativ schlecht dokumentiert. Zudem ist oftmals eine klare Interpretation als Dolch fragwürdig, da die Grenzen zu Pfeilspitzen bzw. Lanzenspitzen schwimmend und sehr ungenau sind. Lichardus verwendet daher die Bezeichnung „Silexspitze“ als übergeordneten Begriff. Insgesamt stellt er 18 unterschiedliche Typen heraus von denen allerdings nur die Typen L bis T als Dolche interpretiert werden könnten (Abb. 20). Ausschlaggebender für die Deutung als Dolch ist vor allem die Lage im Grab. Silexspitzen dieser Art treten ab dem 5. vorchristlichen Jahrtausend auf (Lichardus, 1995).

3.2. Der alpine Raum

Betrachtet man den circumalpinen Raum so stechen in einem großen Formenspektrum die Silexdolche der Remedellokultur heraus. Diese Dolche sind insofern besonders, als dass sie teilweise exakt ihren schon zuvor beschriebenen Gegenstücken aus Kupfer gleichen (Abb. 21). Zudem treten sie  zeitgleich auf und sind als Grabbeigaben mit Kupferobjekten vergesellschaftet, teilweise auch mit Kupferdolchen. Die grundlegende Form entspricht denen der Kupferdolche, also eine spitz zulaufende Klinge
mit breitem Heftbereich. Dieser tritt in zwei unterschiedlichen Ausprägungen auf, anhand derer sich die Dolche einer älteren und jüngeren Phase zuordnen lassen. In der älteren Phase ist das Heft zumeist halbrund gearbeitet. Die jüngere Phase ist durch eine abgesetzte Kerbschäftung bzw. eine abgesetzte Griffzunge geprägt. Auffallend ist auch die sorgfältige Ausarbeitung der Dolche. Die Silexdolche der Remedellokultur stellen allerdings nur den jüngeren Abschnitt einer längeren Tradition der Dolchfertigung im circumalpinen Gebiet dar. Diese reicht bis mindestens ins 38. Jahrhundert v.Chr. zurück (Abb. 22) (Zimmermann, 2007). Dabei lässt sich feststellen, dass ein mögliches Entstehungsgebiet dieser Tradition in Frankreich liegt (Strahm, 1962), also eine eigenständige Entwicklung vorläge. Auffällig ist auch die Tatsache, dass Silexdolche über die Alpen hinweg bis nach Süddeutschland verhandelt wurden. So treten beidseitig flächenretuschierte Silexdolche aus oberitalienischem Feuerstein in Seeufersiedlungen Süddeutschlands auf (Abb. 23). Beispiel hier für kann u. A. der Feuersteindolch aus der Seeufersiedlung von Allensbach-Strandbad genannt werden. Dieser Siedlungsplatz fällt in die Horgener Kultur. Aufgrund guter Erhaltungsumstände ist bei dem Dolch noch der Griff erhalten (Abb. 24), sodass eine dendrochronologische Datierung auf 2900/2800 v.Chr.
möglich ist. Die Klinge selbst ist bifazial flächenretuschiert. Die halbrunde Griffplatte setzt sich deutlich von der Klinge ab. Aufgrund der typologischen Merkmale kann die Dolchklinge der Remedellokultur zugeordnet werden
(Schlichtherle, 2003). Auffallend ist die Beschädigung der Griffplatte. Sie
spricht für ein Ausbrechen der Klinge aus dem ursprünglichen Griff aufgrund einer größeren Belastung. Der neue Griff wurde mit Birkenteer und einer Umschnürung an der Klinge befestigt. Dieser entspricht jedoch nicht den von Reliefs bekannten Remedellogriffen, was dafür spricht, dass
der Dolch außerhalb des Einflusses der Remedellokultur neu geschäftet wurde (Schlichtherle, 2003). Ein weiteres Beispiel für Dolchexporte ist der Dolch des Mannes vom Hauslabsjoch. Zu seiner Ausrüstung zählt neben Pfeil und Bogen und einem Kupferbeil auch ein Feuersteindolch von 13,2 cm (Abb. 25). Dabei handelt es sich um eine kleine, dreieckige, bifazial flächenretuschierte Silexklinge von 6,4 cm Länge. Die Spitze ist abgebrochen. Im hinteren Klingenteil wurden zwei Kerben angebracht obwohl eine kleine Griffzunge vorhanden war. Diese hat jedoch mit dem vorhandenen Griff keinen funktionalen Zweck mehr, da das Heft mittels einer Sehnenumwicklung an den beiden Kerben befestigt wurde. Dies spricht für eine sekundäre Schäftung (Egg und Spindler, 1992). Ohne Schäftung wäre der Dolch aufgrund seiner geringen Größe vermutlich als Pfeil- oder Lanzenspitze
gedeutet worden. Tatsächlich sind die größten bekannten Remedellopfeilspitzen mit einer Größe von 8,8 cm größer als der Dolch des
Mannes aus dem Eis. Dies wirft die Frage auf inwiefern als Pfeilspitzen
angesprochene Silexspitzen aus Gräbern der Remedellokultur als Dolche
anzusehen sind. Sicher ist jedoch, dass es auch hier, ebenso wie auf dem Balkan eine Überschneidung von Dolchklingen und Pfeilspitzen gibt (Spindler, 1993). Zudem ähnelt die Ausrüstung des Mannes vom Hauslabsjoch den Bestattungsinventaren von remedellozeitlichen Gräberfeldern. Konkret kann man den Vergleich zum Grab 102 von Gräberfeld in Remedello ziehen (Abb. 26). Hier war der Tote mit kupfernem Beil, Silexdolch mit abgerundetem Heftende und Pfeilspitzen ausgestattet (Spindler, 1993). Wie bereits beschrieben treten ähnlich Formen und Stile beinahe zeitgleich auch nördlich der Alpen auf. Jedoch handelt es sich hierbei über ein Jahrtausend hinweg überwiegend um Importe aus oberitalienischem Feuerstein. Auch erlangen die Silexdolche nicht einen so
hohen Stellenwert wie südlich der Alpen. Erst in der mittleren und späteren Phase der Schnurkeramik werden Dolche statusbildende Objekte. Bei diesem Vorgang ist ein Einfluss von Süden her und durch die aufkommende Glockenbecherkultur anzunehmen. Ebenso tritt nun eine vermehrte eigene Produktion von Silexdolchen auf. Dabei wird vor allem auf bayrischen Plattensilex zurückgegriffen. Im Formenspektrum werden vor allem
Importe und „klassische“, lanzettförmige Kupferdolche nachgeahmt. Dieser Nachahmungsgedanke kann auch in der Fertigung selbst wiedergefunden werden. So wurden die Dolche erst in Form geschlagen. Anschließend überschliff man die komplette Klinge um eine glatte glänzende Oberfläche zu erhalten (Abb. 27). Diese glatte Oberfläche ist jedoch nur noch selten zu erkennen, da sie aufgrund des Nachschleifens verloren ging (Strahm, 1962). Das häufige Nachschleifen hatte zudem noch einen weiteren Effekt. Die Klinge selbst wurde immer schmaler, wohin gegen der Griff seine Ausmaße behielt. Dadurch wurde die Klinge häufig sehr unhandlich. Um dem entgegenzuwirken ohne eine völlig neue Klinge fertigen zu müssen, wurde die Klinge oftmals umgedreht (Abb. 27). Somit war die Griffzunge die neue Schneide, die ehemalige Klinge wurde zur Griffzunge. Durch dieses Vorgehen entstanden rhombische Doppelklingen, welche auf den ersten Blick nicht zwingend als Dolch anmuten (Strahm, 1962).

3.3. Kompositdolche

Während der mittleren bis späten Glockenbecherkultur tritt eine weitere Dolchform auf. Dabei handelt es sich um aus mehreren Silexklingen zusammengesetzte Kompositdolche. Jedoch sind zurzeit nur sehr wenige Exemplare bekannt, vor allem aus Mähren. Grundlegend setzt sich ein Kompositdolch aus einer Silexspitze mit doppeltem Schäftungsdorn und circa sechs weiteren Silexklingen zusammen (Abb. 28). Diese waren in
einem Heft aus Holz oder Horn befestigt. Kompositdolche sind grundlegend schwer zu erkennen. Ausschlaggebend ist hierbei die Lage der einzelnen
Bestandteile im Grab zueinander. Ebenso spielen etwaige Abnutzungspuren eine Rolle. Hinweis auf die Verwendung als Dolch kann auch der Doppeldorn der Silexspitze geben. Diese Art der Schäftung ist für einen Pfeil insofern ungeeignet, als dass der Durchmesser des Pfeilschaftes für eine sinnvolle und stabile Befestigung relativ groß sein müsste. Allerdings wäre in diesem
Fall eine Nutzung als Pfeil kaum noch möglich (Zimmermann, 2007).

4. Dolche als Statussymbole und ihre Träger

Schon bei den frühesten bekannten Dolchformen aus Anatolien ist ein zeremonieller bzw. repräsentativer Zweck anzunehmen. Für diese Annahme spricht zumindest die oftmals aufwändige Fertigungsweise (Abb. 2) sowie das Niederlegen in Gräbern. Auch während der Entwicklung des Dolches auf dem Balkan und im Karpatenbecken ist ein gehobener Stellenwert anzunehmen. Zwar kommen Dolche relativ selten in Gräbern vor. Allerdings zählen diese Gräber aufgrund ihrer Beigaben zu den mittleren und gehobenen Bestattungen der Gräberfelder. Zudem sind Dolche oft mit anderen statusbildenden Objekten wie Kupferäxten oder –beilen, sowie Keulen, vergesellschaftet. Insgesamt zählen schon zu diesem Zeitpunkt Dolche zu einem anscheinend „männlich“ konnotiertem Grabinventar (Zimmermann, 2007). Auch Dolchtypen, die an sich nicht in Gräbern vorkommen, scheinen einen hohen Wert zu besitzen. Zum Beispiel tauchen Dolche vom Typus Malé Levaré in den namensgebenden Hortfunden auf (Abb. 29). Diese Tatsache spricht für einen hohen Wert, da man davon ausgehen kann, dass wertlose Objekte wohl kaum in Horten vergraben werden, sei es nun als Opfergabe oder zum Schutz vor Überfällen (Zimmermann, 2007).
Ebenso lassen die reich ausgestatteten Gräber von Ilipinar auf die Bedeutung des Dolches schließen. Sie fallen nicht nur in einen Zeitraum, in der Kupfer aufgrund seiner Seltenheit wertvoll war, auch sind die Gräber mit einer ungewöhnlichen Menge an Kupfer ausgestattet. Auch während der Remedellokultur scheinen Dolche von größerer Bedeutung zu sein. So
tauchen sowohl die kupfernen als auch aus Feuerstein gefertigten Exemplare immer zusammen mit Kupferbeilen und Pfeilspitzen in Gräbern auf (Abb. 30). Außerdem wird der besondere Status von Dolchen und ihren Trägern nochmals durch die in Oberitalien und der Schweiz zu findenden Felsbilder und Stelen unterstrichen. Auf diesen werden unter anderem Remedellodolche sehr detailgetreu abgebildet (Abb. 18,2).
Auf ihnen sind oftmals Gruppen von Dolchen sowie Beilen dargestellt, im Fall der Steinstelen fast immer im anthropomorphen Zusammenhang. Als Beispiel seien hier die Stelen von Algund genannt. Grade der Stein 2 (Abb. 31) weist eine vermehrte Darstellung von Dolchen auf. Auf der 2,7 Meter hohen Steinstele ist eine Gruppe von 8 Dolchen über einem umlaufenden Band, möglicherweise ein Gürtel, abgebildet. Die Dolche werden von zwei
Gruppen a 7 Beilen begleitet. Unterhalb des möglichen Gürtels befinden sich zwei weitere Dolche. Auf den drei weitern Stelen in unmittelbarer Nähe sind weitere Dolche abgebildet (Spindler, 1993). Mit dem Aufkommen des Glockenbecherphänomens nehmen Dolche einen neuen Stellenwert ein. So ersetzen sie Beile und Äxte als statusbildende Objekte. Zwar waren sie nicht von Anfang an Bestandteil von Bestattungen, jedoch finden sie sehr schnell einen festen Platz im Inventar. So besteht ein typisches, männliches Inventar (Abb. 32) des Glockenbecherphänomens aus einem Dolch, einer Armschutzplatte, einer Kombination aus Pfeil und Bogen sowie Schmuckobjekten. Zwar kommen nicht zwingend alle Objekte immer in einem Grab vor, jedoch stehen sie alle für reich ausgestattete Gräber. Allerdings sind diese reich ausgestatteten Bestattungen auf Gräberfeldern eher in der
Minderheit, gleichzeitig ist aber zu beobachten, dass reiche Männergräber immer mit reichen Frauengräbern auftreten. Aufgrund der geringen Zahl von Reich ausgestatten Gräber lässt sich vermuten, dass die Bestatteten wahrscheinlich einer Oberschicht angehörten. Wahrscheinlich bestand diese aus Kriegern. Eine hochgestellte Gruppe von Kriegern ist aufgrund der Ausstattung zu vermuten. So stellen Pfeil und Bogen sowie die Armschutzplatten eine Bewaffnung für den Fernkampf dar. Die Funktion als Nahkampfwaffe wird vom Dolch ausgefüllt (Heyd, 2007).

5. Fazit

Betrachtet man die Dolche im größeren Zusammenhang formt sich ein komplexes und nicht immer klares Bild. Kupferdolche scheinen ein wichtiges Ursprungsgebiet im Karpatenbecken und im circumpontischen Gebiet zu haben, halten hier doch wichtige Neuerungen wie Nietlöcher und Mittelrippen Einzug. Gleichzeitig jedoch scheinen sich Kupferdolche
unabhängig von diesem Gebiet auch in der Ägäis, Anatolien und auf dem griechischen Festland zu entwickeln. Bei den Silexdolchen finden wir ein ähnlich komplexes Gefüge. So liegen aufwändig gefertigte, eindeutig als Dolch zu wertende, Silexartefakte schon im 9. und 8. vorchristlichen Jahrtausend in Anatolien vor. Erste möglicherweise als Dolch zu verstehende Silexspitzen
treten in schlechterer Fertigung ab dem 5. Jahrtausend v.Chr. in Südosteuropa auf. Beinahe zeitgleich dazu entwickelt sich anscheinend unabhängig dazu in Frankreich eine Tradition der Silexdolchherstellung, die in hochwertigen Silexdolchen der Remedellokultur gipfelt und über
die Alpen streut. Die genaue Beziehung zwischen Kupfer- und Silexdolchen ist nicht klar zu erkennen. Offenbar ist eine wechselseitige Beeinflussung vorhanden. So finden sich immer wieder Elemente von kupfernen Dolchen bei Silexdolchen wieder und umgekehrt. Auch die Entstehung des Dolches an sich ist noch nicht geklärt. Ein möglicher Gedankenansatz hierzu wäre eine mögliche Entwicklung aus Stabdolchen. Allerdings ist durchaus auch eine Entwicklung in umgekehrter Richtung denkbar (Winiger, 1999).
Klar greifbar scheint jedoch die Tatsache zu sein, dass Dolche grundsätzlich ein statusbildendes Element darstellen.

Abb.1. Silexdolche aus den Siedlungen Göbekli Tepe und Gürcü Tepe (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 18.)

Abb.2. Silexdolch aus Çatal Höyük, Griff aus Knochen mit Schlangenverzierung (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 20.)

durch Zustoßen deformierte Kupferdolche

Abb.3 durch Zustoßen deformierte Kupferdolch (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 7.)

Dolchspitze in menschl. Wirbel, Grotte de Foissac, Frankreich

Abb. 4. Dolchspitze in menschl. Wirbel, Grotte de Foissac, Frankreich (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 8.)

Dolche vom Typ Bodrogkeresztur

Abb. 5. Dolche vom Typ Bodrogkeresztur (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 26 & I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, Seite 128.)

Dolche vom Typ Bodrogkeresztur

Abb. 6. Dolche vom Typ Bodrogkeresztur (I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, Seite 123 & 124.)

Dolche Typ Cucuteni

Abb. 7. Dolche Typ Cucuteni ( I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, Seite 130.)

Dolchtype Dolné Semerovce

Abb. 8. Dolchtype Dolné Semerovce (I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, Seite 130 & 131.)

Typ Malé Leváre

Abb.9. Typ Malé Leváre (I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, Seite 110.)

Dolch vom Typ Usatovo

Abb. 10. Dolch vom Typ Usatovo (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 35.)

Dolche vom Typ Šebastovce

Abb. 11. Dolche vom Typ Šebastovce (I. Matuschik, Kupferfunde und Metallurgie-Belege, zugleich ein Beitrag zur Geschichte der kupferzeitlichen Dolche Mittel-, Ost- und Südosteuropas1, In: M.Maiberger, Das Moordorf von Reute. Archäologische Untersuchungen in der jungneolithischen Siedlung Reute-Schorrenried, Staufen i.Br., 1998, Seite 225.)

Dolche vom Typ Mondsee

Abb. 12. Dolche vom Typ Mondsee (I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, Seite 139.)

Dolchtypenchronologie in Südosteurop des 4. Jahrtausend v.Chr. nach Vajsov

Abb. 13. Dolchtypenchronologie in Südosteurop des 4. Jahrtausend v.Chr. nach Vajsov (I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, Seite 141.)

Verbreitung der Hauptmetallgruppen nach Vajsov; 1 Arsenkupfer; 2 Kupfer mit anderen Metallen; 3 reines Kupfer

Abb. 14. Verbreitung der Hauptmetallgruppen nach Vajsov; 1 Arsenkupfer; 2 Kupfer mit anderen Metallen; 3 reines Kupfer (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 57.)

Ausstattung des Grabes von Bleckendorf

Abb. 15. Ausstattung des Grabes von Bleckendorf (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 54.)

Dolche vom Typ Manych

Abb. 16. Dolche vom Typ Manych (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 37.)

1: Lanzettförmige Dolche mit Nietlochung 2: Dolche aus den Gräbern von Ilipinar

Abb. 17. 1: Lanzettförmige Dolche mit Nietlochung 2: Dolche aus den Gräbern von Ilipina (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 39.)

einfacher triangulärer Dolch, griechisches Festland

Abb. 18. einfacher triangulärer Dolch, griechisches Festland (K. Spindler, Der Mann im Eis: Die Ötztaler Mumie verrät die Geheimnisse der Steinzeit, München, 1993, Seite 243 & T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 45.)

1: Remedellodolch 2: Vergleich Felsrelief, Kupferdolch

Abb. 19. 1: Remedellodolch 2: Vergleich Felsrelief, Kupferdolch (V. Heyd, Die Spätkupferzeit in Süddeutschland, Saarbrücker Beiträge zur Altertumskunde, Bd. 73, Bonn, 2000, Tafel 12, 4-7.)

Dolchetypen des Glockenbecherphänomens, 1: Typ 1; 2: Typ 2; 3: Typ 3; 4: Typ 4

Abb. 20. Dolchetypen des Glockenbecherphänomens, 1: Typ 1; 2: Typ 2; 3: Typ 3; 4: Typ 4 (J. Lichardus, Kupferzeitliche Silexspitzen im nord- und westpontischen Raum, In: Archaeologia Polona, Vol. 33, Warszawa, 1995, Seite 228.)

SilexspitzenTypologie nach Lichardus, nur Typen L bis T möglicherweise Dolche

Abb. 21. SilexspitzenTypologie nach Lichardus, nur Typen L bis T möglicherweise Dolche (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 45.)

Silexdolche der Remedellokultur, links zu vergleich zwei Exemplare aus Kupfer

Abb. 22. Silexdolche der Remedellokultur, links zu vergleich zwei Exemplare aus Kupfer (H. Schlichtherle, Remedellodolch in fremdem Griff?, In: Nachrichtenblatt Arbeitskreis Unterwasserarchäologie, Band 10, Gaienhofen, 2003, Seite 83.)

Dolchtypologie im Alpenumland

Abb. 23. Dolchtypologie im Alpenumland (H. Schlichtherle, Remedellodolch in fremdem Griff?, In: Nachrichtenblatt Arbeitskreis Unterwasserarchäologie, Band 10, Gaienhofen, 2003, Seite 78.)

Remedellodolch mit neuer Schäftung aus Seeufersiedlung von Allensbach

Abb. 24. Remedellodolch mit neuer Schäftung aus Seeufersiedlung von Allensbach (H. Schlichtherle, Remedellodolch in fremdem Griff?, In: Nachrichtenblatt Arbeitskreis Unterwasserarchäologie, Band 10, Gaienhofen, 2003, Seite 79 & 81.)

Verbreitung beidseitig flächenretuschierter Silexdolche aus oberitalienischem Feuerstein

Abb. 25. Verbreitung beidseitig flächenretuschierter Silexdolche aus oberitalienischem Feuerstein (M. Egg und K. Spindler, Der Gletschermann vom Ende der Steinzeit aus den Ötztaler Alpen, Vorbericht, In: Jahrbuch des römisch-germanischen Zentralmuseums Mainz, 39. Jahrgang, Mainz, 1993, Seite 62.)

Silexdolch des Mannes vom Hauslabsjoch

Abb. 26. Silexdolch des Mannes vom Hauslabsjoch (K. Spindler, Der Mann im Eis: Die Ötztaler Mumie verrät die Geheimnisse der Steinzeit, München, 1993, Seite 235.)

Vergleich des Inventares von Grab 102, Remedello, und Ausrüstung vom Hauslabsjoch Abb. 27:

Abb. 27. Vergleich des Inventares von Grab 102, Remedello, und Ausrüstung vom Hauslabsjoch (C. Strahm, Geschäftete Dolchkingen des Spätneolithikums, In: Jahrbuch des Bernischen Historischen Museums 41-42, Bern, 1961-62, Seite 457.)

überschliffener, rhombischer Doppelspitzendolch

Abb. 28. überschliffener, rhombischer Doppelspitzendolch (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 107 & 108.)

Kompositdolche aus den Gräbern 21 und 42 von Marfey, Mähren

Abb. 29. Kompositdolche aus den Gräbern 21 und 42 von Marfey, Mähren (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007, Seite 30.)

Hortfund von Malé Levaré, Slowakei

Abb. 30. Hortfund von Malé Levaré, Slowakei (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007.)

Funde aus Männergrab von Remedello

Abb. 31. Funde aus Männergrab von Remedello (T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007.)

Stele 2 von Algrund, deutlich zu erkennen die

Abb. 32. Stele 2 von Algrund (K. Spindler, Der Mann im Eis: Die Ötztaler Mumie verrät die Geheimnisse der Steinzeit, München, 1993, Seite 239.)

Kombinationen von Beigaben in reichen glocknebecherzeitlichen Männergräbern

Abb. 33. Kombinationen von Beigaben in reichen glocknebecherzeitlichen Männergräbern (V. Heyd, Families, Prestige Goods, Warriors & Complex Societies:Beaker Groups of the 3rd Millennium cal BCAlong the Upper & Middle Danube, In: Proceedings of the Prehistoric Society 73, London, 2007, Seite 350.)

Literatur:

Egg und Spindler, 1992: M. Egg und K. Spindler, Der Gletschermann vom Ende der Steinzeit aus den Ötztaler Alpen, Vorbericht, In: Jahrbuch des römisch-germanischen Zentralmuseums Mainz, 39. Jahrgang, Mainz, 1993.

Heyd, 2000: V. Heyd, Die Spätkupferzeit in Süddeutschland, Saarbrücker Beiträge zur Altertumskunde, Bd. 73, Bonn, 2000 – 2007: Families, Prestige Goods, Warriors & Complex Societies:Beaker Groups of the 3rd Millennium cal BCAlong the Upper & Middle Danube, In: Proceedings of the Prehistoric Society 73, London, 2007, 327-379.

Gleischer: P. Gleischer, Ausstattungselemente des Mannes aus dem Eis mit Blick auf Rangzeichen im kupferzeitlichen Mitteleuropa, In: Die Gletschermumie aus der Kupferzeit 2, Wien, 2003, 41-55.

Lichardus, 1995: J. Lichardus, Kupferzeitliche Silexspitzen im nord- und westpontischen Raum, In: Archaeologia Polona, Vol. 33, Warszawa, 1995, 223-240.

Schlichtherle, 2003: H. Schlichtherle, Remedellodolch in fremdem Griff?, In:
Nachrichtenblatt Arbeitskreis Unterwasserarchäologie, Band 10, Gaienhofen, 2003, 77-85.

Spindler, 1993: K. Spindler, Der Mann im Eis: Die Ötztaler Mumie verrät die Geheimnisse der Steinzeit, München, 1993.

Strahm, 1962: C. Strahm, Geschäftete Dolchkingen des Spätneolithikums, In: Jahrbuch des Bernischen Historischen Museums 41-42, Bern, 1961-62, 447-477.

Vajsov, 1993: I. Vajsov, Die frühsten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas, In: Prähistorische Zeitschrift Band 68, Berlin, 1993, 103-145.

Winiger, 1999: J. Winiger: Was ist ein Dolch?, In: Rohstoff, Forum und Funktion, Fünf Studium zum Neolithikum Mitteleuropas, BAR International Series 771, Oxford, 1999, 155-206.

Zimmermann, 2007: T. Zimmermann, Die ältesten Kupferzeitlichen Bestattungen mit Dolchbeigabe, Mainz, 2007.

Lukas Wiggering, Halle/Saale, 2008.

  1. Bisher keine Kommentare.
(wird nicht veröffentlicht)