… Eine Dimension im frühneolithischen Fundspektrum
Am 22.02.2010 bis 23.02.2010 veranstaltet das Landesamt für Archäologie Sachsen in Leipzig eine Tagung rund um den Rohstoff Baum im Neolithikum. Schwerpunkt bilden die linienbandkeramischen Brunnenfunde, die in den letzten 10 Jahren in Sachsen dokumentiert worden.
Die besonders guten Erhaltungsbedingungen für dieses neue Fundmaterial aus der frühen Jungsteinzeit zeigen die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und Formenspektren der aus dem Rohstoff Baum (Holz, Bast, Rinde) hergestellten Objekte. Neben Steingeräten und Keramik soll nun auch dieser Fundkategorie mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Nach Abschluss der Tagung eröffnet das Landesamt für Archäologie, am 23.02 um 19 Uhr, in den Räumen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig die Ausstellung „Funde, die es nicht geben dürfte. Brunnen der Jungsteinzeit in Sachsen“.
Weitere Informationen findet ihr hier.
#1 by Alexandra Südekum at 2. März 2010
Für mich eine gelungene Veranstaltung. Im Mittelpunkt der Vorträge stand die Verwendung von Holz und Holzderivaten im Neolithikum. Die Sechzehn Referentinnen und Referenten informierten über die neuesten Funden neolithischer Brunnen in Sachsen ( auch Sachsen- Anhalt) und den darin erhaltenen Funden aus organischen Materialien. Zu diskutieren war die ursprüngliche Funktion der Brunnen, die Herstellungsweisen von Gefäßen aus organischem Material (Bast, Rinde) und deren Funktion etc. In den nächsten Tagen soll eine Art Zusammenfassung der Vorträge auf der Homepage des Landesamtes für Archäologie Sachsen veröffentlicht werden.