Krieg – Eine archäologische Spurensuche


Sonderausstellung 06. November 2015 – 22. Mai 2016

Die archäologische Erforschung des Phänomens »Krieg« hat in den letzten 20 Jahren enorme Fortschritte gemacht: Schlachtfelder und Befestigungen wurden ausgegraben, Massengräber geborgen, unzählige Skelette mit Verletzungsspuren untersucht, Waffen sowie bildhafte Darstellungen und historische Texte analysiert – mit fundamentalem Erkenntnisgewinn.

Das Landesmuseum für Vorgeschichte zeigt nun auf 1.000 m2 und mit Hilfe von prägnanten Objekten aus über 60 europäischen Museen und Sammlungen erstmals die wichtigsten Aspekte dieser Forschungen im Rahmen einer Sonderausstellung.

Ausschnitt aus dem Massengrab von Lützen. Foto: LDA, Juraj Lipták

Ausschnitt aus dem Massengrab von Lützen. Foto: LDA, Juraj Lipták

Themen der Ausstellung sind u.a. die Schlacht von Lützen. Hier gibt das, im Block geborgene Massengrab mit 47 Toten, eindrucksvoll einen Einblick in eine der bedeutendsten und verlustreichsten Schlachten des 30jährigen Krieges – die Schlacht von Lützen, 1632.

Weiterer Schwerpunkt ist die Frage nach Ursprung des Krieges. Ab wann sprechen wir von „Krieg“? Gehören Aggression und Gewalt fester Bestandteil der Menschheit?

Spuren an menschlichen Skeletten altsteinzeitlicher Jäger und Sammler scheinen das zu belegen. Von kriegerischen Auseinandersetzungen wird jedoch erst ab der Jungsteinzeit gesprochen. Die Menschen wurden sesshaft und waren an Land und Haus gebunden.

Jungsteinzeitliches Felsbild kämpfender Bogenschützen aus der spanischen Levante (nach Perello 1963)

Jungsteinzeitliches Felsbild kämpfender Bogenschützen aus der spanischen Levante (nach Perello 1963)

In den folgenden Jahrtausende bildete sich ein eigener Stand von Kriegern heraus. Sie verfügten über ein besonderes Selbstverständnis und zeichneten sich durch eine spezialisierte Bewaffnung aus. Parallel entwickelte sich auch die Kriegstechnik, Strategie und Taktik  stetig weiter.

Öffnungszeiten

Di-Fr: 9-17 Uhr
Sa, So und Feiertage: 10-18 Uhr
Montag nach Vereinbarung
24. und 31.12.2015 geschlossen

Führungen (max. 15 Personen):

bis 15 Personen: 45,- € pauschal
Schulklassen: 1,50 € pro Person

Öffentliche Führungen jeden Dienstag um 17:00 Uhr und jeden Sonntag um 10:30 Uhr (Dauer 90 min). Voranmeldung erforderlich!

  1. #1 von Alexandra Runschke am 16. Februar 2016 - 12:15

    Bitte beachtet auch die Vortragsreihe zur Sonderausstellung:

    Hier findet ihr alle geplanten Vorträge: http://archaeolet.de/?page_id=2961

    In den ersten 3 Monate waren bereits 30.000 Besucher in der Ausstellung.

  2. #2 von Alexandra Runschke am 16. Februar 2016 - 13:56

    In den ersten 3 Monate waren bereits 30.000 Besucher in der Ausstellung.

(wird nicht veröffentlicht)