Der Hügel vor der Stadt


Im Rahmen eines polnisch-deutschen Kooperationsprojektes wurden im September 2014 am Burgwall durch Studierende der Universität Warschau (Uniwersytet Kardynała Stefana Wyszyńskiego w Warszawie) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der örtlichen Leitung von Prof. Dr. Louis D. Nebelsick (Universität Warschau) und Anna Swieder M.A. (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt) archäologische Untersuchungen durchgeführt. Das dreiwöchige Forschungsprojekt konnte dank der Unterstützung der Stadt Kemberg und der Familie Höhne –  auf deren Grund fand die Ausgrabung statt – realisiert werden.

Worum geht es? Unmittelbar am Rande der Stadt Kemberg befand sich während der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1200–500 v. Chr.) eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Burgen Mitteldeutschlands dieser Zeit. Zur Zeit ihrer Errichtung und Nutzung waren die Burgen mächtige Festungen, meist dicht bevölkert und politisch bedeutend. Errichtet wurden sie aus Holz und Lehmverputz. Heute sind diese wichtigen Zeugnisse einer komplexen, vergangenen Gesellschaft nur noch durch flache Erhebungen im Gelände sichtbar und werden häufig kaum erkannt.

Insbesondere in Sachsen-Anhalt, wo in der Vorgeschichte stets Konkurrenz um reiche Böden, Rohstoffvorkommen (Salz und Kupfer) und wichtige Verkehrswege herrschte, weisen sie auf Zentren, von denen aus Reichtum kontrolliert und verteidigt wurde.

Die am 21. Juni im Rathaus der Stadt Kemberg eröffnete Sonderausstellung „Der Hügel vor der Stadt“ zeigt bis zum 21. September ausgewählte Funde und erste Ergebnisse der letztjährigen Ausgrabungen am spätbronze-/früheisenzeitlichen Burgwall von Kemberg.

Knapp 70 Gäste nutzen die Gelegenheit nach der offiziellen Eröffnung zur Ausstellungsbesichtigung.

Knapp 70 Gäste nutzen die Gelegenheit nach der offiziellen Eröffnung zur Ausstellungsbesichtigung.

Ausstellungsflyer

Ausstellungsflyer

  1. #1 von AS am 23. Juni 2015 - 12:03

    Vielen lieben Dank für die Werbung! Hoffentlich lockt sie einige Besucher in die kleine Ausstellung nach Kemberg…

(wird nicht veröffentlicht)