Keine falsche Scheu …

… Statistik tut nicht weh!

Hier unser Linktipp der Woche:

 

Die Kollegen von rchaeology.tk informieren nicht nur auf ihrer Page, sondern auch in Workshops über den fachgerechten Umgang mit Datenbanken im Bereich der Archäologie.

Die bloggeR raten “keine Scheu vor großen Zahlen (und kleinen), denn Archäologie schafft Datenmassen, also brauchen Archäologen auch die dafür geeigneten Grob- und Feinwerkzeuge. Ihr habt große Datenbanken aber keine Ahnung, wie man die Daten effektiv auswertet? Wir ändern das mit Rchaeology, der Einführung in die statistische Auswertung mit R – ganz speziell, aber nicht nur, für Archäologen.”

Schaut doch mal vorbei …

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Archäologentag Teltow-Fläming 2012

Für alle Kurzentschlossenen: Diesen Sonntag, den 22.01.2012 findet im brandenburgischen Luckenwalde eine Fachtagung statt. Präsentiert werden die Ergebnisse von Forschungen und Ausgrabungen der jüngsten Vergangenheit sowie interessante Funde und neue Erkenntnisse aus der Region.

So wird über die Hausgrundrisse aus der mittleren Bronzezeit und dem Frühmittelalter im Areal der Erweiterungsfläche für das Güterverteilungszentrum Großbeeren Nord informiert. Bei der Prospektion wurden die zwei Bodendenkmale erkundet und nun bauvorbereitend ausgegraben wurden.

In einem weiteren Vortrag, gehalten vom Kreisarchäologe Stefan Pratsch, werden die aktuellen Ergebnisse der Untersuchungen der Wallanlage bei Gadsdorf vorgestellt. Entdeckt wurde die Anlage anhand von Luftbildern, die im Airborne-Laserscan-Verfahren hergestellt wurden. Bei Archivrecherchen stellte sich heraus, dass bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein Hobbyforscher das Bauwerk entdeckte, das später jedoch wieder in Vergessenheit geriet. Anhand von Funden und der Lage des Walles werden erste Datierungsansätze für die Wallanlage präsentiert.

Weitere Themen sind: die Burganlage von Trebbin, die Untersuchungen an der Burganlage und Klosterkirche in Dahme.

Dass auch neuzeitliche Befunde Bodendenkmalcharakter haben, belegen die Ausgrabungen, die unter der Leitung von René Bräunig in Luckenwalde stattfanden. Dort befand sich bis 1945 das Kriegsgefangenenlager STALAG IIIA, von dem es kaum noch archivalische Quellen gibt. Im Rahmen der archäologischen Untersuchungen wurden zahlreiche Funde wie Erkennungsmarken, Taschenuhren mit Gravuren und andere Funde entdeckt, die sich konkret einzelnen Personen zuordnen lassen.

Ein Rahmenprogramm bietet Abwechslung für Jung und Alt: Es gibt ein Schülerquiz, man kann antiquarische und neue Literatur zur Archäologie erwerben und sich über die Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e. V. informieren.

 

Die Veranstaltung startet ab 9.45 Uhr im Kreishaus in Luckenwalde und ist wie immer kostenfrei und behindertengerecht zugänglich.

Kreisverwaltung Großer Saal

Am Nuthefließ

14943 Luckenwalde

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20-Jahrestagung des MOVA …

… vom 16. bis 19. April 2012 tagt der Mittel- und Ostdeutsche Verband für Altertumsforschung in Brandenburg an der Havel.

Es tagen die Arbeitskreise Neolithikum, Bronzezeit und Römische Kaiserzeit, der Arbeitskreis Slawische Archäologie und die Fachgruppe Archäologische Museen. Im Block zum Thema Landesarchäologie wird über neuste archäologische Aktivitäten informiert und aktuelle Forschungsfragen aus dem Arbeitsgebiet diskutiert.

Dieses Jahr werden zwei Exkursionen angeboten. Es geht sowohl in die Zauche und den Hohen Fläming sowie in den Niederen Fläming.

Für die Tagung wird eine Teilnehmergebühr von 30 Euro erhoben (ermäßigt 20 Euro). Die Exkursionen kosten jeweils 20 Euro.

Anmeldefrist ist der 31.1.2012.

Hier geht es zur Anmeldung.

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Pompeji – Nola – Herculaneum: Ausstellung erfreut sich großer Beliebtheit!

Aufgrund der großen Nachfrage wird ab sofort die wöchentlich stattfindende öffentliche Führung “Nach dem Dienst ins Museum” wieder in das Angebot des Landesmuseums für Vorgeschichte aufgenommen:

Ab morgen, dem 10.01.2012, besteht jeden Dienstag um 17:00 Uhr die Möglichkeit, an einer fachkundigen Führung (Dauer 90 min) durch die ansonsten geschlossene Landesausstellung “Pompeji – Nola – Herculaneum. Katastrophen am Vesuv” teilzunehmen.
Kosten: Eintritt plus 2,- Euro/Person

Eine Voranmeldung ist erforderlich! (Tel.: 0345/5247-361 od. -465 od. -363)

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PORTA FIDEI – Tür des Glaubens

Die neue Ausstellung vom 26.02.2012 bis 15.04.2012 in der Stephanikirche Osterwieck zeigt in verschiedenen Abbildungen die Bronzetür von

Bronzetür von Nowgorod (Quelle Wikipedia)

Bronzetür von Nowgorod (Quelle Wikipedia)

Nowgorod.

Die romanische Bronzetür wurde um 1152/54 in Magdeburg für Plock/Polen in 46 einzelnen Platten gegossen, von dort schon im 13. Jh. nach kriegerischen Auseinandersetzungen geraubt und im 15. Jh. am Westportal der Sophienkathedrale von Nowgorod/Russland neu zusammengefügt.
Die Ausstellung von über 50 großformatigen Kunstdrucken nach Originalfotos von Prof. Dr. Richard Knapinski von der Katholischen Universität Johannes Paul II., Lublin, vermittelt einen Eindruck von der Schönheit und Aussagekraft dieser Türe.

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Finissage der Ausstellung “Feld, Netz, Quadrat“

Bildreihe „Ins Blaue hinein“, Hanne Dittrich 2011. Découpage auf Holz (Foto: Museum).

Bildreihe „Ins Blaue hinein“, Hanne Dittrich 2011. Découpage auf Holz (Foto: Museum).

 

Am Sonntag, 15.1.2012, lädt das Alamannenmuseum zur Finissage der Ausstellung “Hanne Dittrich: Feld, Netz, Quadrat – von der Steinzeit zum Pixel” ein. Bei einer Führung der Künstlerin mit Poesie und Musik werden noch einmal die seit Oktober in der Ausstellung versammelten Eitemperabilder, Lasuraquarelle, Découpagen auf Holz und Stein, Balance-Figuren und die eigens zum zehnjährigen Bestehen des Museums angefertigten “Jubiläumssteine” von Hanne Dittrich vorgestellt. Der Eintritt ist frei, im Anschluss lädt die Cafeteria des Museums zu Kaffee und Kuchen ein.

Alamannenmuseum Ellwangen

Haller Straße 9

73479 Ellwangen

Telefon +49 7961 969747

Telefax +49 7961 969749

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Tatort Geschichte…

Unter diesem Motto kann seit dem 12.10.2011 eine Ausstellung mit besonderem Inhalt besucht werden.

Plakat zur Ausstellung "Tatort Geschichte"

Plakat zur Ausstellung "Tatort Geschichte"

120 Jahre nach seiner Gründung geht das Braunschweigische Landesmuseum auf Spurensuche in seinen Magazinen. 120 Zeugnisse aus der Vergangenheit – von überdimensionalen Objekten wie der Atomzeituhr aus Braunschweig bis zu winzigen Fundstücken wie einem mittelalterlichen Traubenkern, von Werken bedeutender Meister wie dem “Gambenkonzert” von Albert Freyse bis zu persönlichen Gegenständen wie einem Brautkleid, das nie getragen wurde, weil der Bräutigam am Hochzeitsmorgen verstarb – jedes Objekt erzählt seine eigene spannende Geschichte.

Das Ergebnis: eine gefühlvoll-kritische Auseinandersetzung mit 300.000 Jahren “tatort geschichte”.

Die Ausstellung kann noch bis zum 15.04.2012 besichtigt werden. Weitere Informationen sind hier zu finden.

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Bald ist es soweit…

Zur Zeit arbeiten die Hallenser Kollegen noch emsig an der neuen Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte und bald ist es soweit!!!

Ab 9.12.2011 bis 8.06.2012 kann der Besucher in die längst vergangene Welt rund um Pompeji eintauchen.

Montage einer Wandmalerei aus dem Haus des Goldenen Armreifs (© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták)

Montage einer Wandmalerei aus dem Haus des Goldenen Armreifs (© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták)

Laut Informationen des Landesmuseums können wir viele herausragende Exponate erwarten, die erstmals außerhalb Italiens zu sehen sein werden.  Andere – wie die wundervollen Fresken des Tricliniums von Moregine – werden letztmalig verliehen. Wie man es nicht anders vom Landesmuseum kennt ist auch das Konzept der Ausstellung besonders. Hier wird über einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden den Spuren der Menschen und zahlreichen Naturkatastrophen am Fuße des Vesuvs gefolgt.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Weitere Informationen zur Ausstellung sind hier zu finden.

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Waldnutzung und Waldwandel…

Am Mittwoch, 23.11.2011, findet um 19.30 Uhr im Jeningenheim in Ellwangen ein Lichtbildervortrag zum Thema “Waldnutzung und Waldwandel während sechs Jahrtausenden -neue Erkenntnisse aus Südwestdeutschland” statt. Referent des vom Förderverein Alamannenmuseum Ellwangen veranstalteten Vortrags ist Prof. Dr. Manfred Rösch von der Arbeitsstelle Hemmenhofen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, der Eintritt ist frei.

Prähistorischer Anbauversuch im Wald bei Forchtenberg am Kocher (Foto: Veranstalter).

Prähistorischer Anbauversuch im Wald bei Forchtenberg am Kocher (Foto: Veranstalter)

Neue botanische Untersuchungen im Alpenvorland und Schwarzwald belegen, dass bereits der prähistorische Mensch in erheblichem Umfang in die Wälder eingegriffen und diese verändert, wenn nicht beseitigt hat. In der späten Jungsteinzeit stand dabei weniger die Holznutzung im Vordergrund als vielmehr der Gewinn von Ackerland und dessen Düngung mit Holzasche. Dieses Wald-Feldbau-Verfahren brachte zwar sehr hohe Erträge, bedeutete aber auch einen immensen Flächenverbrauch und massive Eingriffe in Vegetation und Boden. Im Zuge der Erschließung und Ausbeutung von Erzlagerstätten wurden seit der Eisenzeit, mancherorts auch schon seit der Bronzezeit, landwirtschaftliche Ungunstlagen im Gebirge besiedelt und auch landwirtschaftlich genutzt, zum Beispiel im Schwarzwald. Auch hier kam es durch die Land- und Waldwirtschaft zu erheblichen Umweltveränderungen, deren Spuren und Folgen uns heute noch beschäftigen.

 

 

Veranstaltungsort:
Jeningenheim Ellwangen
Philipp-Jeningen-Platz 2
73479 Ellwangen

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Luthers Wort wird Stadt…

… unter diesem Motto fand am 5. November in Osterwieck ein weiteres “Luther-Symposium” statt.  Bereits 2004 von der Stadt Osterwieck, 2007 vom Verein für Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen und 2009 vom Harzverein wurden in Osterwieck vergleichbare Veranstaltungen organisiert.

Dr. Jörg Leuschner, Fachdienstleiter Kultur der Stadt Salzgitter (Quelle: Alexandra Südekum).

Dr. Jörg Leuschner, Fachdienstleiter Kultur der Stadt Salzgitter (Quelle: Alexandra Südekum).

Warum Osterwieck?

Die Stadt Osterwieck hatte bei der Einführung der Reformation im katholischen Bistum Halberstadt eine Vorreiterrolle, bereits 1535 wurde hier ein lutherischer Prediger berufen. An drei Häusern (erbaut 1533-1537) finden sich die frühesten protestantischen Hausinschriften. Zum ersten Mal nach der Reformation wurde in Osterwieck ein altes Kirchenschiff abgerissen und an seiner Stelle ein neues protestantisches errichtet. Hier ist die Annahme der Reformation so gut nachvollziehbar wie kaum in einer anderen Stadt Sachsen-Anhalts.

Insbesondere die lateinischen und deutschen Inschriften auf den Stockschwellen und Brüstungsbohlen an insgesamt 41 Häusern lassen erkennen, was den Erbauern wichtig war. Mit großer Entschiedenheit haben sie sich schon früh zu Martin Luther und der Reformation bekannt.

Zur Veranstaltung selbst:

Veranstaltungsort war die Gaststätte/ Hotel Brauner Hirsch in der Osterwiecker Innenstadt. Hier trafen sich knapp Siebzig Wissenschaftler, ehrenamtliche Mitarbeiten und Interessierte um den Vortragenden aus Braunschweig, Göttingen, Halle, Salzgitter und Wolfenbüttel  bei ihren Ausführungen zu den Deutschen Bibelübersetzungen vor Luther und jener durch Martin Luther und deren Wirkung auf das Bild der Stadt zu folgen.

Die Vorträge waren allesamt interessant – leider blieb nur wenig bis gar kein Raum für Fragen. Der Moderator beharrte leider an manch spannender Stelle zu sehr auf den knapp bemessenden Zeitplan. Wünschenswert wäre hier bei kommenden Veranstaltungen ein toleranteres Zeitmanagement. Ansonsten war auch das diesjährige “Luther-Symposium” ein voller Erfolg.

 

 

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